
sie lehnt sich weit aus dem fenster und brüllt:
"addiction's fucking killing me!"
also vertagen wir das. in der straßenbahn dreht er sich um und sagt: "hey, kannst du deine musik mal leiser stellen?" das ist also die jugend von heute. die hose hängt zwar bis zu den knien (eigentor!) und die zahl nach der acht in seinem geburtsjahr ist etwas höher als meine, aber wir spielen diva. käme er zu mir mit den sätzen wie: "hey klein, ich mag
hilltop hoods auch und
the calling hat sehr, ich meine sehr [betont] coole hooks und hübsche beats und überhaupt: gutes deejaying, aber die rhymes, hey, die rhymes sind... naja. pseudoweisheiten. come on, "tomorrow will do" - what the fuck? gut zum tanzen, aber da bevorzuge ich eher
a matter of time [zum
download], das ist mehr real. "the anthem" mit seiner selbstreferentialität, wow, eine hymne eben und "1979" ist eine ode an die old school. kann nicht mit
wax tailor's "where my heart's at" mithalten, ich meine, dieser mann ist eine welt für sich. dennoch da haben sie sich noch nicht verkauft und da war hip hop noch culture, jetzt klopfen sie geld damit, aber damals... damals... [hat der protagonist zwar noch in die windeln geschissen, aber] und heute acting 'less like a b-boy, more like a movie star' und machen eins auf
run dmc..." da hätte unser gespräch anders verlaufen können. früher hätten wir uns gebeeft, es ginge um skills, es ging um poesie, jetzt heisst es volume down in der straßenbahn. ich werfe das handtuch.
oder die optimistische version:
"nosebleed section" zum anhören. cause we love to dance.
