southside 2007
warnung: man kann sich hierbei als bandgutfinder angegriffen fühlen.
manic street preachers die langweiligste band der welt. man fragt sich, wie solche musik ein label findet. (und unter uns: sie haben behauptet, im gegensatz zu radiohead (man sollte ihnen von nun an verbieten, diesen namen in den mund zu nehmen) kontrovers zu sein, denn sie sind reagan, yorkes band ist halt mit dem allseits beliebte carter zu vergleichen.) grottenschlecht.
incubus ein mann - ein gesicht. und nichts dahinter.
marylin manson (man schreibt ihn also so?) not shoking, not provocative. aber ein professioneller entertainer, der gute. man sagt, ich bin an der besten stelle der show verschwunden. das ist dann doch wieder schade.
editors ich dachte, sie haben den selben song immer wieder gespielt. anscheinend habe ich mich getäuscht. coldplay für coldplayhasser.
state radio weiss ich nicht mehr.
the rakes gesang auf ritalin.
art brut musikalisch nicht meins, aber der sänger machts wirklich nur mit dem publikum, was von der show her irgendwie sehr professionell wirkt.
sonic youth okay, durchatmen, ich werde alleine beim schreiben nervös. kim gordon ist eine fee, sie tanzt wie ein engel, sie ist eine gestalt aus einem märchenbuch, sie schwebt, sie kann fliegen... thurston moore und lee ranaldo machen das beste synchron-gitarre-mit-dem-drumstick-verzerren-duo des universums. und: mark ibold spielt bass! ich könnte auf der stelle verrecken! mit mogwai DAS lieblingskonzert. kongenial.
placebo sind sehr, sehr gut live. und ja, die band gehört einfach zu bands, die keine krasse scheisse sind, aber die band, die ich mag und mögen werde (vorausgesetzt sie machen keine black market music-sachen mehr).
pearl jam kurz gesehen. eddie vedder sturzbesoffen. sie waren mir ziemlich scheissegal.
isis zum ersten mal gehört und dann auch noch live. sehr cool.
queens of the stone age unfreiwillig, ich wiederhole, unfreiwillig 15 minuten lang im pogo (bei dem es für mich um leben und tod ging) gelandet (kilometerweit gelaufen und trotzdem nicht rausgekommen). josh hommes körperzellen bestehen 101%ig aus testosteron. ein wahnsinnskonzert. absurde kulisse. der drummer ist ein tier. ein tier.
the bravery ich hatte nichts zu tun, der tag war wunderschön.
the sounds da war ich mit dem zerstören und zerlöchern von diesen aufblasbaren t-mob*le-riesenhänden beschäftigt. und trotzdem konnte ich in mir den drang, der sängerin ins gesicht zu kotzen, nicht zurückstellen. (und das ist eine untertreibung).
mogwai wir sind gestorben und in dieser welt aufgewacht. haben sie mit aller kraft geliebt und wieder verstoßen. das ist so unerreichbar groß, dass es nicht in worte eingepackt werden kann. ein ganzes konzert mit geschlossenen augen. und fünf netten, sehr bescheidenen gesichtern, die solch einen krach produzieren können. sprachlos.
arcade fire in unseren kreisen hatten sie's schwer nach mogwai zu spielen. meiner meinung nach waren sie super. ja, super, super, super, super. ach ja, und das ist übrigens die band, für die ich ganz bewusst modest mouse versetzt habe. ganz bewusst. +++ achtung, jetzt folgt eine die-neuen-modest-mouse-hassattacke +++ und ich spreche das jetzt zum ersten mal hier auf diesem blog aus: die neue platte ist ein blöder SCHWACHSINN. fuck johnny-fucking-marr ("isaac, reiss dich zusammen, du bist ein profi"... fuck you!). fuck ihre fettarrangements, denn was würde bleiben, wenn man ihnen das wegnehmen würde? fuck "fire it up", was zur hölle habt ihr euch dabei gedacht?! fuck die neue platte, weil ich hoffen muss, dass die darauffolgende nicht so grottenlangweilig sein wird. jetzt wird man mich aufspießen.
beastie boys ein kurzes vergnügen für mich. sehr unterhaltsam, aber leider verstehe ich, glaube ich, zu wenig davon.
bright eyes nachdem ich ja langsam gewohnt war all die guten aufzugeben (trail of dead, modest mouse etc.), habe ich auch als kurzschlussreaktion auf die neue platte auch den guten conor oberst fallen lassen. aber dieser mann, liebe damen und herren, hat mich wieder hoffen lassen. im gegensatz zu marylin manson, der zwischen t-mob*le und coca-cola werbetafeln stand (ja, mit einem fuss drauf) und nach "revolution" (bitte englisch aussprechen) verlangt hat, war conor oberst der einzige (von insgesamt 20 musikern, die ich gehört habe), der mal seinen mund aufgemacht hat.
"hey, everyone who's got these pink hands*, put them in the air."
dreht sich um und stimmt seine gitarre. einige leute heben diese hässlichen hände hoch.
"oh, i'm just kidding."
oder:
"this one goes to t-mob*le and beck's."
und er spielt "middleman".
und ausserdem ist dieser mann so verdammt bis über beide ohren verknallt in seine truppe. im gegensatz zum arroganten bassisten von placebo äußert er seine zuneigung ständig. ein sehr aufrichtiger, aber auch aggressiver, sarkastischer junger mann. er hat gewonnen, ich habe ihn wieder so gerne.
"who's seen mogwai today?"
nach jeder frage hört man gekreische.
"and arcade fire? ... and modest fucking mouse? ... well, i liked everything i've seen today."
...
"that's actually not true."
interpol diese coolen säue, die ihre kippen in einem einzigen zug ausrauchen. der bassist brettert regungslos (mit einer schwarzen sonnenbrille um acht abends) die songs runter. the guitar man's got the swing in his feet. und der so liebenswürdige schüchterne sänger (i'm so in love)... es war gut nach dem harten musikalischen tag (oho).
snow patrol ja, ich bin hin. wegen meiner unschuldigen jugend halt. und sie haben all die shithits gespielt, bei denen man sturzbetrunken mitsingenflüstern (und ja, auch tanzen) konnte. es war nett. das ging straight "an die alte liebespumpe" (zitat: freund). irgendwann wurde es einem auch zu viel und man hat zu den beasties gewechselt.
und dann wars auch schon vorbei. mit der dekadenz. und es ist gut, wie es ist.
* gemeint sind die t-mob*le-werbehände.
alle fotos stammen... ähem... von hier.
sehr schöne bilder gibt es bei fudder.de.




















mogwai haben mich blind gemacht und sonic youth alle glieder abgehackt (ergo: ich konnte fliegen). beastie boys sind verrückt.