na pfui gack
Seid mal froh, dass wir im zurückhaltenden Deutschland leben....andere Länder geben viel mehr Gas!
wenn die anderen länder von der brücke springen, muss deutschland es nicht auch tun.
Gotta find some therapy, this treatment takes too long.
Deep in the heart of where sympathy held sway,
Gotta find my destiny, before it gets too late."
ich les deinen blog ja gerne, aber diesen kommentar versteh ich einfach nicht.. ich frag mich warum es immer noch menschen gibt, die meinen sie müssten sich darüber auslassen, weil ein deutscher in seinen nationalfarben rumläuft.
die zeiten sollten eigentlich mal vorbei sein....!
ich finds toll, wenn 1 Million Menschen in Berlin auf der Fanmeile friedlich feiern. Diese Euphorie macht mich total an. Ja, Gänsehaut.. auf dem Southside mit ca. 20k Leuten..
ich kenne mich ganz okay mit patriotismus aus und ich weiss ungefähr, wozu ein patriot fähig ist - klingt total unanschaulich spekulativ, ist jedoch so. ich fühle mich in einem land ohne überschwängliche gefühle für ein stück erde ziemlich wohl. ich finde diese art von liebe - nun ja - zu materialistisch. und das grenzt für mich an fanatismus. versteh mich nicht falsch, aber fanatismus hat schon viel in der geschichte angerichtet. aus der dialektik sollte man nun mal seine schlüsse ziehen, sonst würden wir für immer stehen bleiben, es würde keine entwicklung im "system" geben und was dann ist... - ich spreche hier nicht von lernen. nur kurz überlegen "was mache ich? was unterstütze ich?". und im endeffekt "was liebe ich?"... findest du das nicht krank?
fussball will ich hier gar nicht ansprechen. ich schau selber ein spiel am tag an (mehr schaff ich nicht, ich muss noch ab und zu in die uni), ich freue mich, wenn mein favorit gewinnt, aber wenn ich nach dem spiel den raum verlasse, bleibt in meinem mund bloß der nachgeschmack der unterhaltung. nicht mehr. ich fange nicht an, mein land zu lieben oder sonst was. ein stück dreck eingebettet in imaginäre grenzen? das existiert nur in den köpfen. vielleicht verachte ich sowas. ziemlich wahrscheinlich. fahnen sind so dämlich. es ist aber bloß meine meinung - du kannst dich damit identifizieren oder nicht. ich spreche sie bloß aus, zwinge sie aber niemandem auf. dies sind nur argumente dafür.
fussball ist nur eine art ablenkung von sonst was. unterhaltung. ein kurzes high. ein moment. nicht mehr. deswegen muss man nicht patriotistisch werden. das sollte bloß bei dem unterhaltungswert bleiben. wenn's ernst wird, dann stimmt da was nicht.
ich finde nicht, dass ich und die andere "mitte" (= weder fanatisch, noch gegner) irgendwas mies machen. sowas sollte halt bloß lustig sein. nicht mehr.
fahnen zu schwenken egal von welchem land auch immer ist müll. im herzen etwas zu spüren, was in beliebige richtungen gelenkt werden kann ist ein problem.
so kosmopolitisch...
word
vielleicht ein bisserl hart, aber so war er halt. und dieses Zitat faellt mir in letzter Zeit leider oefter ein ..
tut leid
mal abgesehen vom fußball.. an unserem nationalfeiertag, der tag der deutschen einheit, sieht man auch kaum fahnen hängen. wenn ich mir da den nationalfeiertag der franzosen anseh.. überall tricolor. das mein ich auch mit dem zurückhaltenden deutschland. und nur weil wir vor 1000 Jahren mal die welt überfallen haben, soll ich kein schwarz rot gold tragen?
@archive: erstens, bildzeitung - noch nie gelesen. zweitens, "nur weil wir vor 1000 Jahren mal die welt überfallen haben"??? aber ja doch! ich wiederhole mich: dialektik! drittens, du hast mich glaube ich wirklich nicht verstanden.
du darfst deine fahnen tragen, aber die konsequenz davon... steht im beitrag.
Ich habe meine Deutschland Fahnen am Roller und renne mit einer Fahne durch die Stadt wenn die deutsche Mannschaft gewonnen hat, deswegen betrachte ich mich aber noch lange nicht als Patriot, wenn Borussia Dortmund Meister wird dann renn ich eben mit Schwarz Gelb rum (ganz ohne Rot).
Ich finde das momentane Ereignis einfach toll, wir feiern hier nicht unsere Vergangenheit, und noch nichtmals unsere Nation an sich. Wir feiern hier lediglich ein sportliches Großereignis was für einen Monat versucht Menschen aus aller Welt zusammen zubringen (und dabei ein paar Millionen zu verdienen, aber darum gehts mir nicht und den anderen millionen fans auch nicht, das ist eben so in unserer kapitalistischen Gesellschaft, keine Party ohne abzocke, aber das ist nun wirklich überall so)
Wenn ich nach einem Spiel eine Deutschland Fahne schwenke, dann nicht weil ich Patriot bin, sondern weil ich glücklich bin dass Deutschland es geschafft hat eine Weltmeisterschafft zu organisieren die die Welt begeistert und dass das so ist, ist unbestritten.
Patriotismus wiederum ist für mich eher eine grundlose Begeisterung für die eigene Nation die zeitlich unbegrenzt ist und nicht auf ein bestimmtes Ereignis beruht.
(auf welcehs Ereignis könnten die Amis auch schon stolz sein??)
Da ich damit rechne dass 2 Wochen nach der WM die Fahnen fast wieder alle weg sind, sehe ich da noch kein patriotismus Problem.
Und die momentane Spielweise Deutschlands berechtigt es einfach, diese Mannschaft zu unterstützen, das sehen mitlerweile soagr die Holländer so :-).
Wer glaubt es geht hier nur um den Sport und nciht um Politik ist naiv,
aber wer glaubt es geht nur um Politik, der hat auch ncith alles verstanden.
wir sollten lieber über die hohen benzinpreise diskutieren oder über die fischvermehrung im nordatlantik, als über patriotismus welcher keiner ist.
du, keiner zwingt hier jemanden mitzudiskutieren. wenn du über die hohen benzinpreise reden möchtest, dann mach halt einen eigenen beitrag daraus. in meinem blog, in meinem beitrag wird halt der nationale stolz behandelt. komisch, aber als ich das coke-thema angesprochen habe (was bei weitem politischer und sozialkritischer ist als nationaler stolz) hast du auch nicht mitdiskutiert. ist nicht böse gemeint, aber was jetzt?
@indi:
deiner meinung nach ist hier also nicht die rede von patriotismus? naja, der ganze dreck mit nationalstolz und "wir deutschen haben genug depressionen gehabt, jetzt feiern wir unsere nationalität" hat doch schon vor jahren mit der ganzen neuen neuen deutschen welle angefangen. scheisse, wir singen jetzt auf deutsch, wir brauchen uns unserer sprache wegen nicht zu schämen... also hier bitte, dieses ganze argument mit "wir haben uns vor der wm geschämt" hat sich gerade in der luft aufgelöst. aber dieser mist wird weiter gehen und ich fürchte, wir sind wenn wir so weiter machen nicht am höhepunkt angelangt!
sätze wie "auf welcehs Ereignis könnten die Amis auch schon stolz sein??" sind feindlich anderen nationen gegenüber. und das finde ich nicht in ordnung. damit hebst du bloß wieder dein land, deine nation hervor - ist das nicht der beginn der ganzen scheisse?? nennst du das nicht patriotismus? grenzt das nicht langsam am wahnsinn??? widersprichst du dich nicht? geht es hier wirklich noch um fussball?????
das, was mich aber am meisten wundert, ist dass ich solche primitiven sachen in meinem eigenen blog ausdiskutieren muss. das ist mir fremd. und es fühlt sich scheisse an. und DAS macht mich traurig. deutschland war nicht depressiv - das ist bullshit. bloß weil's dir irgendein medienheini einredet, musst du nicht eingeschnappt werden. meine fresse, ich habe vor dem ganzen nationalstolzdreck gefeiert und auch cure gehört. und ich war auch traurig, aber nicht, weil angst davor hatte "deutsch" zu sein.
nichts für ungut, aber ich finde solche art von diskussion echt befremdlich. für mich ist das tatsächlich eine neue unerforschte welt und hat mich heute auch sehr runtergezogen.
Ich verstehe das sich manche Menschen Sorgen machen, aber wer glaubt dass alle diese Menschen die momentan feiern auch gleich patriotisch sind, liegt meines erachtens eben falsch, sicher durch das ganze Ereignis wird vorhandener Patriotismus gestärkt, das ist nciht abustreiten, aber ich habe noch nciht das Gefühl das es zuviel wird.
Schade finde ich allerdings das rechte Gestallten, nun in dem Meer untergehn und die Grenze zu verwischen drohn, und somit der rechte Rand quasi wieder bürgerlich anerkannt wird.
Aber das ist nur eine befürchtung und ich hoffe dass sich das nach der WM auch wieder gibt.
(PS: ich kenne dich nciht und kann dein letzten Komentar schlecht einschätzen, ich möchte keinem meine Meinung aufdrücken oder iohm durch die äusserung meiner Meinung zu nahe treten, wenn dich die Diskussion also nervt, beende sie doch bitte.
Eigentlich sollte es hier ja auch um Musik gehn)
ich rede auch nicht vom feiern. feiern, wm lustig finden, sich für sport interessieren - alles super. nur die tatsache mit dem deutschland- und nationalstolzgerede geht mir mächtig auf die nerven und sie macht mich skeptisch. fahnen und alles, was eine nationalität zum ausdruck bringt, das alles verursacht augenkrebs bei mir. ich empfinde es als eine fürchterliche angelegenheit, über die man nachdenken sollte. man muss verantwortung tragen und sich fragen, was solche taten/solche art von denken als konsequenzen haben könnte/n. ob sich das nach dem wm gibt? und wenn deutschland weltmeister wird? werden wir da ganz doll stolz darauf sein, uns als deutsch zu bezeichnen? ich weiss nicht und das macht mir ein bisschen angst. das ganze andere denken, das entwickelt sich schon seit paar jahren. das ist ja nicht neu.
ich hoffe einfach, dass man sich der problematik (die besteht!) bewusst wird.
Ich hab's mittlerweile aufgegeben
Um auf andere Gedanken zu kommen würde ich dir, falls du den Film nicht schon kennst, heute Abend die Murakami-Verfilmung Tony Takitani allerwärmstens ans Herz legen. Ein unglaublich zarter, poetischer Film der glaube ich der beste war den ich letztes Jahr im Kino gesehen habe.
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