lost name
story of a burgeones gab da einst einen jungen. ihm gehörten dinge, die jedermann gehörten. aus gewohnheit gehörten. gehörten zur individualität. gehörten. dachten alle. eines tages betrat der junge die große welt und verlor die dinge. verlor so viele. verlor seinen namen. das einzige, das allereinzige, was ihm übrig blieb, war das gerüst seiner seele.
wer nicht mit märchen aufgewachsen ist, dem ist nicht zu helfen. die harte rock'n'roll-geschichte (aka märchen für biertrinker) kann man vergessen. vergessen oder verlieren. wasauchimmer.
lost name ist ein irgendjemand. lost name ist ein etwas. die natur gab ihm einen körper, haare und stimmbänder. sie schenkte ihm eine gitarre, die auf ihn wie der newtonsche apfel fiel. fiel so hart, fiel so intensiv. verletzte ihn mächtig und bot ihm rettung. verführerische frucht. keine kitschige katharsis. keine subtile magie. keine abgestumpfte romantik. alles war ein naturgesetz.
my private lost name
das erste mal als ich ihn spielen gesehen habe, überrollte mich eine verschlingende welle von emotionen. es gab herzliches wiedersehen nach einer jahrelangen abstinenz und konfrontation mit dem vergessenen, mit dem verdrängten. ich war geblendet. gezogen in den bann des moments. in seinen händen hielt er nicht die gitarre. er bewahrte in ihnen so viel mehr. anmut, angstlosigkeit, zerbrechlichkeit, wut und etwas schmerzhaftes brachen aus den fingerkuppen hervor. und leise taumelte sich zwischen all diesen dingen die liebe. die liebe zu etwas undefinierbarem. etwas, was jeder mensch mit sich selbst klarmachen muss. an diesem abend stellte mir diese musik fragen. und gab mir damit so viel mehr.
manchmal vergisst man das atmen. manchmal das beherrschen der miene. oft verzerrt sich das gesicht. oft seins. oft deins. man muss lost name live sehen, um dieses musikalische spektrum nachvollziehen zu können.
ein breiter weg und tausende pfade
seine songs, gespielt mit so viel hingabe und melancholie. suche nach tieferen abründen und sicheren rettungsringen. selbstaufgabe und suche nach den mustern des eigenen ichs. des eigenen dichs. zwangsfreie rennerei und jagd nach mehr. der stein des sisyphos'. süsse ahnungslosigkeit und bittere erkenntnis. betteln um vergessenheit und angst vor der erinnerung. ein breiter weg und tausende pfade...
diese musik ist weniger und diese musik ist mehr. sie hat keinen namen. und bietet mehr als ein gesicht.
offizielle homepage des künstlers im aufbau.
hörbeispiele:
"bore of starvation" (demo)
"punishment" (demo)
bild oben: the sweetest sunshine drips the drain, zitiert aus: two gallants "steady rollin'"
keeping the ashes, setting the fire
heroes' elegy
part one, speechless















