two gallants - two silhouettes against the sun
aggression, wut, verzweiflung und erdrückende trauer bis in die knochen. das schlimme ist aber dieses gefühl. gefühl des vergessenen. gefühl der vergeblichkeit. erbitterter kampf und wahnsinn. kreischende augen. leiden. diese stimme zerrt an meinem herz, zerrt so gewaltig, dass ich kaum stehen kann. kaum atmen ohne gewissensbisse zu haben. diese musik verstümmelt den alltag. macht aus velasquez' unschuld bacon's horror. es ist die musik. es öffnet die augen und schmettert sogleich mit paranoidem, krankhaftem leben um sich. darin liegt aber solche erdrückende, heulende weltschönheit von unbeschreiblicher sensibilität und feinfühligkeit. es sind die ellipsen, ausrufe, rhetorischen fragen der musik, die das blut zum brodeln bringen. es ist das rohe, melodiöse fleisch mit kaum sichtbaren, aber standhaften gerüsten. meine weißen nervenfasern laufen rot an. ich weine weltschmerz. nicht bloß aus traurigkeit. nicht bloß aus einsamkeit. es ist so viel mehr hier, in mir, was beweint werden will. machtlosigkeit und verwerflichkeit meiner unmöglichkeit. purer hass überfüllt vom kaum ertragbaren mitleid. grässlichkeit der liebe, schönheit ruht auf ihren augen. die zerrissenen fäuste schlagen gegen die wand. zähne knirschen. das bin ich. es ist eine musikalische offenbarung wie ich sie seit langem nicht mehr erfahren habe. für mich die größte platte des jahres. eine der größen platten, die jemals, jemals aufgenommen wurden. wenn nicht diese schönheit, wofür lohnt es sich denn dann zu leben?
fick dich alles.
brust geht auf und ab. himmel färbt sich grell. nach dem regen. man liegt im nassen gras und das einzige, was einem einfällt ist dieser gottverlassenen welt ein trauriges, dämliches lächeln zu schenken. man weiss, man hat die grenze gefunden und... man hat sie überschritten.

"waves of grain"
"las cruces jail"
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