lesung in hamburg, 28.10.2006
zwei stunden schlaf in der nacht vor der lesung. nicht vor aufregung. nicht vor selbstzerstörung, um sich leicht kokettiert zur strecke zu bringen. nein. mein lieber mitbewohner hatte um eins nachts lust auf pizzen von der tanke. da verlabert man sich schon. anderthalb stunden im stau. um elf morgens das erste bier. irgendwann dann auch das zweite.
hamburg city, ich meine dort, wo überall diese coolen gucci-läden gibt oder auch h&m's oder auch atmende barbies und kens. das war der richtige start. ich erwähnte bereits den kasten bier, den wir dabei hatten? ich weiss nicht, was hamburg gegen uns hatte. aber diese stadt schickte uns dahin und wir ohne jeglichen plan folgten ihr blind. und dann st. pauli - schanze - schulterblatt... eine sehr schöne gegend. abgesehen von einigen sehr szenemäßigen kneipen, wo sich frauen auf der toilette die lippen schminken. ruinen und bioläden. es brodelt eine bewegung, nur - ein tag reicht nicht aus, um solche sachen herauszufinden.
haus 73. wir sitzen im foyer (oder gibt's einen cooleren ausdruck für sowas?) und trinken. frl. fuchs betritt den raum, erzählt gleich wie eisig kalt es ist, bei dem wetter fahrrad zu fahren - das eis war nie da und ist doch geschmolzen: sie ist sehr, sehr nett, freundlich und wohl die beste veranstalterin, die man sich wünschen kann. das oberste gebot für den abend: bier - frei, whiskey - selber zahlen. gesagt, getan.
herr rationalstürmer, was soll ich sagen. sympatisch auf meine wenigkeit zugegangen, mit dem eigenen bier in der hand. ebenfalls ganz toll. das ist mehr als man braucht. der raum hat sich binnen minuten gefüllt. auf die bühne getorkelt. eiszapfen auf der decke, auf den stühlen, auf dem tisch, aber glühend heiß in der höhle. herr poodle blieb auf distanz, was ich völlig okay fand. ich mag, was er schreibt. aber ich mag auch songs mit verzerrten gitarren. und stimmbänder, die bluten.
ich weiss viele sachen, die da passiert sind zu schätzen. und es ist besser, wenn ich darüber die klappe halte.
nach zwei zugaben ging die staffel an ornament und willson (ich glaube, bei ihm gehört es sich nicht,
auf dem weg nach hause, zu meinem zuhause will ich zwei besonderen die wolken in dem müden brummschädel schenken: die beste und helmut klein - mann, manager und liebhaber (und rate mal, was er am besten kann...).
texte, die vorgelesen wurden:
luca, bis zur bittersten erkenntnis
vom fallen und fliegen
|||















