Montag, 23. Januar 2006

all about ruphus "let's go get lost"

all-about-ruphus-lets-go-get-lostdas ist eine vorstellung für leute, die nicht genug kriegen. "ich habe hunger und ich habe durst und wenn du mir was zu fressen und zu saufen besorgst, sage ich auch brav danke."
der vorhang geht diesmal auf für eine überaus neue band. ich fühle mich geschmeichelt, dass ich eine der ersten bin, die sie noch vor dieser medien-scheisse hypen darf.
all about ruphus sind eine dreiköpfige, kurz-über-zwanzig-junge band aus münchner umgebung. nur für münchner sind die jungs münchner. für normalsterbliche und für leute, die nicht so normalsterblich sein wollen, sind es johannes klein (drums), jakob klein (bass) und andi langhammer (gesang, gitarre).

was so ruhig beginnt, verspricht eines: stille wasser sind tief, sie können zu sümpfen werden, aber auch hohe wellen schlagen. schütze dein gesicht. oder versuche zumindest es nicht zu verlieren.
das intro "approaching..." beginnt mit einem stöhnenden, sich sehnenden cello, bricht abrupt ab und wird abgelöst von einem rockigen "cancer account". dieser song hat ohrwurmqualitäten und seine tanzbarkeit ist doch damit erwiesen, wenn der fuss anfängt zu wippen. sicherlich ist die nummer ein kracher, wenn sie live gespielt wird. ich hätte dieses lied auch ganz gerne ins netz gestellt, nur die riesige mb-zahl, die durch die dauer des songs bedingt ist - etwas sehr typisches für diese band - , erlaubt es mir einfach nicht.
"helicopter sunset" ist da schon ein anderes ding. das zeug ist viel härter als sein vorgänger. verwandelt die poppige stimmung in harte metal-gitarren, spannungsbögen, tempowechsel. die spannung wird an einer stelle durch eine mandoline erzeugt. und später finde ich etwas, was mir zu beginn der platte aus den händen gerissen wurde: das weinen des cello wird fortgesetzt. die band zerfließt in einem pathetischen moment, der später durch einen connor-oberst-schen gesang, so voller unsicherheit und verletztbarkeit in das nächste kapitel des songs eingetauscht wird.
"and i watch the beauty and it's just a wilting..." hat einen ruhigen ansatz. instrumentenvielfältigkeit? bitte schön. die bezaubernde mandoline und die akustikgitarre bekommen unterstützung von einem klavier. und das besondere an dem lied ist, dass es eine normallänge hat. der song wirkt wie ein einschub, ein kurzes flüstern, dabei hat er textlich gesehen einen größeren sinn als mancher andere.
all-about-ruphus"peter" ist mein favorit. das ist pop. sehr, sehr hübsch arrangiert. von latinomusik angehaucht. sehr tanzbar und vor allem eingängig. teilweise erinnert es mich an die chili peppers. wer andere assoziationen hat ist hiermit freundlichst aufgefordert vergleiche abzugeben. aber das anhören lohnt sich definitiv.
das nächste lied "inadequacy" ist eine reine metalnummer. die schwere dieser musikrichtung ist der sumpf, den ich zu beginn versprochen habe. bitte sehr.
"let's go get" ist ein wunder-wunderschönes intro. ich persönlich fand es so eindringend, dass ich es während einer busfahrt mehrmals auf repeat gehört habe. es ist eine ode an die stille. an die zerbrechlichkeit. an ecken und kanten. vielleicht an das alleinsein. es ist etwas kaltes, glitschiges, das aus meinen händen leider viel zu schnell entwischt. dieser part ist so vergänglich! ich hätte mir allzu sehr gewünscht, dass das zu einem großen instrumental ausgeführt werden würde. meine hoffnungen wurden kaputtgeschlagen. meine überzeugungskraft sind diese worte [smiley]. aber vielleicht ist es auch der sinn...
"scars" ist hundertprozentig ein knaller auf konzerten. ist für mich aber zu "amerikanisch". erinnert an jimmy eat world, die abgehen wie sau und dann in einem meer aus noise enden, das in ein ozean von pathos mündet.
in "harmony of death" befindet sich mein lieblingsgesangspart. connor oberst, der zu metalesquem zeug singt. wer es sich nicht vorstellen kann, muss entweder mir glauben schenken oder sich selber vergewissern. ansonsten ist die nummer ein ständiger tempowechsel. ich könnte wieder jimmy eat world hinzuziehen. ich glaube, das ist emo?

geeignet ist die platte super für eine lange autofahrt. nur meiden sie bitte staus, wenn ihnen das leben ihrer mitmenschen nicht am arsch vorbeigeht. aggression, verzweiflung, leere und ein haruki-murakami-dance-dance-dance-element vermischen sich zusammen. an einer stelle verspricht andi "and i could be better, much better". an einer anderen sucht er verzweifelt nach seiner identität. man hofft nur das beste. dass er und die band sich endlich definieren und mit sicheren schritten die für sie richtige richtung einschlagen. eine steigerung ist erwünscht. und das tollste ist, sie ist klopft schon an die tür.

website: www.allaboutruphus.de (seite in bearbeitung)
download: all_about_ruphus_-_peter (mp3, 7.588 KB) (download bitte per email anfordern!)

kommentare zum song wären erwünscht. der mp3-download wurde mit einer freundlichen erlaubnis der band bereitgestellt.

copyright2

beziehungskiste

[ snow patrol "if i'd found the right words to say" ]

diese ganzen beziehungskisten. die nerven mich. ich habe mich oft genug durch männer selbst verletzt und habe mir geschworen, mich nicht zu verknallen bevor ich das ganze abc gedatet habe. nun ich mache sehr erfolgreiche schritte. nächste woche ist zum beispiel ein "m" dran. ich tue das ganz aggressiv. ohne nachzudenken. ich zieh's einfach durch. es ist nicht so, dass ich meinen dates gegenüber kein respekt hege. ich bin auch mit leib und seele dabei, wenn ich ein gespräch führe. nur ich bin definitiv nicht darauf aus, mit jemandem zusammenzukommen. es gibt da natürlich etwas, wogegen ich auch stolpere. wie jetzt zum beispiel, aber ich muss mich zusammenreissen und drauf pfeifen. ich bin nicht bereit für sowas. natürlich will ich liebe. ich will lieben und geliebt werden. aber solange ich mir nicht sicher bin, dass der mann, den ich anfange zu mögen, das selbe für mich empfindet - und nur dann, werde ich selber andeutungen machen - werde ich mir keine gedanken darüber machen. das verspreche ich hiermit. ich habe es so satt, auf der schnauze zu landen. je höher ich fliege, desto mehr weh tut es mir. no risk, no fun. ja. nur nicht hier. weil ich gerade eine scheiss-sache hinter mir habe. ich mag männer sehr. vielleicht ist das daten auch ein verdrängungsmechanismus. wer weiss. aber ich habe nun mal keine lust, wieder soetwas zu durchleben.

halte mich für oberflächlich. für egozentrisch. für wasauchimmerwas. vielleicht spiele ich auch sein spiel. nach meinen regeln. es ist mir sowas von egal. das einzige, wovor ich wirklich angst habe, ist jemanden zu verletzen, während ich auf meinem scheiss-drauf-trip bin. also wenn man mich mag, sollte man auch den arsch in der hose haben, mir das zu beichten. so. besser gleich klare verhältnisse schaffen, als dann depri werden, wenn ich sprüche à la "ich habe innerhalb einer woche drei dates gehabt" reisse. wirklich. das ist meine schuld. definitiv. vielleicht merke ich sachen auch zu spät. vielleicht will ich sie einfach nicht merken. es ist nicht so, dass ich gefühlskalt bin. im gegenteil. mich verletzt es, wenn ich mich wie ein arsch aufführe. es gibt sätze, die vergisst man nie wieder im leben: "ally, ich bin zu normal für dich, oder?". das sitzt. man fühlt sich wie das letzte dreck von arschloch überhaupt. der bin laden der gefühle.
das da ist eine lebensbeichte. oder eine beichte. oder wasauchimmer. ich habe es satt, menschen zu verletzen und selber von anderen menschen verletzt zu werden. einfach klartext sprechen. das hilft immer. das bringt mich weiter und mein gegenüber auch.

ich habe auch solche spielchen gespielt. mit ihm über das mädchen geredet, in das er verknallt war. und er fragte mich nach tipps, wie er ihr herz am besten erobern kann. und ich hatte die einstellung "wenn nicht ich, dann soll wenigstens er glücklich werden". das blut zerrinnt in den augen. ohren sind ein vakuum. beine haben vergessen zu existieren. aber du hast schreckliche angst, ihn zu verlieren und bist in dem moment der dämlichste mensch auf der welt. jemand, den du aus tiefstem herzen wegen seiner schwäche hasst, aber vor dem du nicht wegrennen kannst. es tut mir leid, aber das mache ich nie, nie wieder. so sehr ich auch drüber hinweg bin, in das alte schema will ich definitiv nicht zurückfallen.

***

normalerweise bin ich auch jemand, der selbst die initiative ergreift. ich mache und mag frontalangriffe. das ist adrenalin. und ich kriege davon nicht genug. aber nicht wenn es um gefühle geht. ich bin gut in flirten. aber meine gefühle als erste zu äußern? das habe ich verlernt. vielleicht ganz bewusst. vielleicht verdränge ich das. unterdrücke diese fähigkeit. ich habe keine lust darauf, mein herz wieder zu flicken. zur zeit ist es jedenfalls so, dass auch wenn ich mich zu jemandem hingezogen fühlen würde, würde er es nicht merken. nur wenn er andeutungen machen würde, könnte ich ihm entgegenkommen. nenn mich feige. aber liebeskummer saugt. ich will wissen, woran ich bin. ich habe keine lust darauf, wie ein pubertierendes mädchen dieses er-liebt-mich-er-liebt-mich-nicht-spiel zu spielen. eine andeutung ist völlig okay. kein überrumpeln. da bekomme ich (die arschlochsseite in mir) kalte füsse. auch ich brauche zuerst streicheleinheiten bevor es ans eingemachte geht.

ich habe einfach nur kein bock, verletzt zu werden. mehr nicht. das soll's heissen.

copyright2

+ highly recommended +

sydney, australia

+ tour dates '08, haha +

28.02: awol one / the insects (wü)

14.03: buck 65 (mü)

18.03: fake problems (wü)

05.04: mindestenshaltbar lesung (ber)

24.04: thee silver mt. zion (schorn)

06.05: karo / spaceman spiff (wü)

08.05: uni and her ukulele (wü)

10.05: gregor samsa (wü)

27.05: estida (wü)

29.05: lost name (wü)

11.06: lost name (wü)

14.06: get well soon / ólafur arnalds / k.c. mckenzie (wü)

15.06: audrey

21.06: dencklerfest

24.06: lost name /styckwaerk / gaslight anthem (wü)

26.06: projekt tribanal: elle lunatricity, dj dance you fukka! and spanking prophecy (wü)

08.07: modeselektor / radiohead (ber)

09.07: filkoe / babel fishh / oskar ohlson (wü)

17.07: two gallants / the national (dachau)

19.07: lost name (wasserburg)

16.08: maekes & plan b / brother ali / atmosphere (mü)

...

+ sound attack +


horrorshow (!!!)
the grey space



factor
chandelier



jurassic 5
jurassic 5


terra firma
walking the past


hilltop hoods
the hard road restrung


the herd
summerland


qwel & kip killagain
the new wine


train of thought
moving heads


b. dolan
the failure


hilltop hoods
the calling



hilltop hoods
a matter of time


pelican city
rhode island (!!!)

+ the latest word +

Oh. Under Byen. Sehr...
Oh. Under Byen. Sehr schön. Die halten die Bäume...
kid37 - 6. Sep, 03:47
am 6. september 2008...
[ under byen "byen driver" ] so silent, please listen...
allyklein - 6. Sep, 02:35
und kirsch. für...
und kirsch. für mich, meinlieberole. mein gott,...
allyklein - 6. Sep, 01:16
oh. mein. gott. hey,...
oh. mein. gott. hey, vielen dank für den hinweis....
allyklein - 6. Sep, 01:14
Mit Deinem Eintrag über...
Mit Deinem Eintrag über mindestenshaltbar fing...
licht - 5. Sep, 20:02
Irgendwo wird Blut fließen,...
Irgendwo wird Blut fließen, und keiner wird erwischt,...
Ole (anonym) - 3. Sep, 11:52
der himmel ist violett....
an die erde geschmissen voller liebe und ehrfurcht....
allyklein - 2. Sep, 01:55

+ all i know about you +

du bist nicht angemeldet. ally anmailen

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Zuletzt aktualisiert: 6. Sep, 03:47

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yeah, so cause we just discovered rhythm and poetry for our littles ripped heart we're saying: this is a private blog without any sick intentions of commercial hustling, right? and if i impinge upon someone's rights please email me, i am actually able to conter. if you feel hurt or dissed by all the nice people i'm linking to, yeah, just go to your mum and don't click those links anymore. however, i don't take responsibility for anything. i'm a stubborn motherfucker, true? all the flicks are my shit, private utilisation (whatever) is always welcome. if you're keen on drinking beer/hefeweizen with me sometime (or: listening to some great tunes, shaking your ass, eloping, eating noodles with soja sauce, chilling, counting the stars, attending some nice concerts, screaming brecht into the rape fields, thrashing) or whatever: with me, please send a message! otherwise we all wish you a happy day, stay safe man, peace out.

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